Wie Millennials den globalen Arbeitsmarkt beeinflussen

Es lässt sich schwer leugnen, dass Millennials die Hauptlast häufiger Kritik in der Arbeitswelt tragen. Ganz gleich, ob man ihnen Faulheit oder übertriebenen Ehrgeiz vorwirft, diese Generation scheint ein leichtes Ziel für Kritiker zu sein.

In der sich ändernden Landschaft des globalen Arbeitsmarktes sind es jedoch gerade die Millennials, die einen Wandel vorantreiben. Wenn Arbeitgeber die besten Nachwuchstalente anlocken wollen, müssen sie dieser Generation auch zuhören und entsprechend handeln.

Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber

Allgemein lässt sich bei Unternehmen eine große Veränderung hinsichtlich der Verweildauer von Menschen in einem Job beobachten. Für diesen Anstieg des Jobhoppings, also des häufigen Wechsels der Arbeitsstelle, gibt es zahlreiche Erklärungen. Ein Grund könnte der Mangel an unternehmensinternen Chancen sein, oder vielleicht liegt es auch daran, dass die Arbeitnehmer ungeduldiger werden. Es können viele Schlussfolgerungen gezogen werden, warum es dazu kommt. Einer der wichtigsten Faktoren sind jedoch zweifellos die Millennials.

Laut einer Studie von LinkedIn ist davon auszugehen, dass durchschnittliche Hochschulabsolventen innerhalb des ersten Jahrzehnts ihrer Karriere vier Stellen haben. Das klingt vielleicht nicht nach viel, aber im Vergleich zur Vorgängergeneration, der so genannten Generation X, hat sich die Zahl damit verdoppelt. Millennials sind die wesentlichen Triebkräfte dieser gewandelten Einstellung zum Jobhopping; laut The Future Workplace gaben 91 % an, dass sie voraussichtlich nicht länger als drei Jahre im selben Job bleiben würden.

Vielleicht mag das Jobhopping früher als negativ angesehen worden sein, aber wenn dies die neue Einstellung der Arbeitnehmer ist, werden die Unternehmen gezwungen zu reagieren und ihre eigene Einstellung dazu zu überdenken.

Entwicklung der Karriere

Die wichtigsten Dinge, die eine Stelle für Millennials attraktiv machen, sind Karrierechancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Qualifizierte Arbeitskräfte sind sehr gefragt: Wenn Unternehmen Spitzentalente halten wollen, müssen sie sicherstellen, dass sich ihre Mitarbeiter geschätzt fühlen und das Versprechen von Aufstiegsmöglichkeiten eingehalten wird.

Diversity und Inclusion

Laut einer Umfrage von Deloitte legen Millennials besonderen Wert darauf, in einem vielfältigen und integrativen Umfeld zu arbeiten. Die am höchsten bewerteten Unternehmen waren diejenigen, die über ein vielfältiges Führungsteam verfügten. Millennials wollen für ein Unternehmen arbeiten, das positiven sozialen Wandel fördert, und halten es für wichtig, dass die Arbeitgeber dies erkennen und danach handeln.

Interessanterweise glauben zwei Drittel der Befragten, dass Unternehmen nicht genug tun, um eine vielfältige und integrative Belegschaft aufzubauen. Viele Unternehmen mögen zwar starke Diversity-Strategien verfolgen, aber wenn Millennials den Eindruck haben, dass sich dies nicht innerhalb der Geschäftsleitung widerspiegelt, sind die Strategien und Programme überflüssig.

Forderung nach Flexibilität

Ein weiterer wichtiger Faktor für Millennials ist das flexible Arbeiten. Es gibt zwar heute immer mehr Unternehmen, die ein hohes Maß an Flexibilität bieten, aber für viele Mitarbeiter ist eine starre Arbeitszeitstruktur (von neun bis fünf Uhr) nach wie vor die Regel. Vielleicht ist das der Grund, warum sich die Gig Economy mehr und mehr als attraktive Alternative zur Vollzeitbeschäftigung erweist. Immerhin hat die Umfrage ergeben, dass 62 % der Millennials sich vorstellen können, eine Gig-basierte Arbeit anzunehmen. Als Hauptgründe dafür wurden die Chance auf eine höhere finanzielle Vergütung und das Versprechen von mehr Flexibilität genannt.

Bis 2020 werden Millennials 50 % der Belegschaft ausmachen. Für Unternehmen ist es wichtig zu überlegen, wie sich dies auf den globalen Arbeitsmarkt auswirken könnte und entsprechende Konsequenzen zu ziehen. Vielleicht ist die Umstellung auf flexibles Arbeiten nicht das Richtige für Sie oder Sie fühlen sich nicht wohl dabei, einen Jobhopper einzustellen, und das ist auch in Ordnung so. Wichtig ist jedoch zu verstehen, wie sich die Gewohnheiten der Mitarbeiter ändern und sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen schnell auf diese Veränderungen reagieren kann. So bleiben Sie mit im Rennen um die besten Mitarbeiter.

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