Schutz der Kundendaten in der Bank- und Finanzbranche

Im digitalen Zeitalter ist der Schutz der Kundendaten unerlässlich. Immer dann, wenn personenbeziehbare oder personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet und genutzt werden, kommt der Datenschutz zum Tragen. Insbesondere in der Bank- und Finanzbranche spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle.

Datenschutzverordnung und Banken

Am 25. Mai 2018 ist die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union in Kraft getreten. Auch die Kunden von Banken und Sparkassen sollen damit besser vor Datenmissbrauch geschützt werden. Für Bankkunden bedeutet die DSGVO, dass das hohe Datenschutzniveau von Banken und Sparkassen nicht nur bestehen bleibt, sondern weiter gestärkt und vor allem transparenter wird.

Die meisten Kreditinstitute stellen ihren Kunden eine informative Broschüre zum Thema EU-Datenschutz-Grundverordnung zur Verfügung. Diese enthält ausführliche und wichtige Informationen rund um das Thema Bankdaten, Datennutzung und wie sich die Datenschutz-Grundverordnung auf das Verhältnis zwischen Bank und Kunde auswirkt.

Welche Bankdaten sind wichtig?

Der Begriff Bankdaten umfasst verschiedenste Nummern und Daten, welche im täglichen Zahlungsverkehr verwendet werden. Die wichtigsten Angaben hierbei sind:

  • IBAN
  • BIC
  • PIN
  • TAN

Die persönlichen Bankdaten sind aufgrund Ihrer Sensibilität leicht zu durchschauen und verlangen nach besonderen Schutzmaßnahmen.

Schutz vor Datendiebstahl

Wer seine Bankdaten schützen möchte, sollte auf folgende Tipps achten:

1. Achtung vor Phishing (Datendiebstahl durch betrügerische E-Mails)

Häufig werden betrügerische E-Mails, sogenannte Phishing-Mails, versendet. Diese sehen so aus, als kämen sie von einem bestimmten seriösen Online-Anbieter. Wenn Sie die Phishing-Mail öffnen, werden Sie darin oft darum gebeten, Ihre Login-Daten bei diesem Online-Anbieter anzugeben oder sogar Ihre Bankdaten zurückzuschicken.

2. Angabe von Zahlungsdaten in Chats vermeiden

Viele Online-Verkaufsplattformen bieten die Möglichkeit an, dass man per E-Mail oder Chat mit einem Kundenservice-Mitarbeiter Kontakt aufnehmen kann. Seriöse Websites werden Sie nie nach Ihren Kontodaten fragen. Sollten Sie also in einem Hilfechat zur Eingabe Ihrer Kontodaten aufgefordert werden, dann gehen Sie auf keinen Fall darauf ein.

3. Überprüfung der Seriosität des Anbieters

Wenn Sie etwas bei einem Drittanbieter, etwa auf Amazon.de oder eBay.de kaufen möchten, sollten Sie immer den Anbieter überprüfen. Behauptet der Anbieter, dass sein Firmensitz in Deutschland liegt, gibt als Geschäftsadresse aber eine Adresse im Ausland an (bspw. in Hong-Kong) sollten Sie die Finger davon lassen.

4. Im Notfall das befallene Konto sofort sperren

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Konto gehackt worden ist, kontaktieren Sie umgehend den Betreiber dieses Services und lassen Sie Ihr Konto sperren. So können Sie sicher gehen, dass Ihr Geld nicht gestohlen wird.

5. Achten Sie auf eine sichere Verbindung bei Online-Käufen

Wenn die Adresse einer Website nicht nur mit http://www. beginnt, sondern mit https://www. (also einem s nach dem http), ist die Verbindung gesichert. Allerdings haben es manche Hacker auch schon geschafft, diese Sicherheitszertifikate zu umgehen.

Auswirkung des Datenschutzes auf Bankkunden

Es sind mitunter sensible Informationen, die sich aus Ihren Bankdaten ablesen lassen können. Banken sind verpflichtet, ihre Kunden über die Verwendung ihrer Daten zu informieren.

Die Banken und Sparkassen haben bislang schon sehr hohe Datenschutz-Standards. Insgesamt hat die Datenschutz-Grundverordnung daher nur geringe Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Banken und ihren Kunden. Die meisten von Geldinstituten getätigten Datenverarbeitungen bleiben auch weiterhin zulässig. Denn diese erfolgen ganz überwiegend zur Vertragserfüllung oder aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Dies betrifft zum Beispiel die Erhebung persönlicher Daten bei einer Kontoeröffnung oder die Datennutzung für einen Kreditvertrag. Auch sind Banken und Sparkassen weiterhin gesetzlich zur Datenverarbeitung verpflichtet, zum Beispiel bei der Erhebung der Abgeltungsteuer oder zur Bekämpfung von Geldwäsche.

Die Berater von Huxley sind Experten im Bereich Finanztechnologien und Datenschutzsicherheit und können gemeinsam mit Ihnen neue berufliche Möglichkeiten schaffen. Wenn Sie noch heute das gesamte Leistungsspektrum von Huxley nutzen möchten, setzen Sie sich mit einem unserer Berater in Verbindung und informieren Sie sich über freie Positionen in unserer Stellensuche.

Digitaler Wandel im Finanzbereich

16 Aug 2019

Im Zeitalter der Digitalisierung müssen Unternehmen möglichst schnell, umfassend und intensiv ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, um im Wettbewerb weiterhin bestehen zu können. Eine digitale und vernetzte Welt setzt voraus, dass Unternehmen gemeinsam mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern, Behörden, Dienstleistern und Gesellschaftern an der Digitalisierung von Geschäftsprozessen arbeiten.

5 Tipps, um ein eindrucksvolles LinkedIn-Profil zu erstellen

19 Jul 2019

LinkedIn ist eine häufig genutzte Social Media-Plattform, wenn es um die Karriereplanung geht. Egal, ob es sich um die ersten Schritte des beruflichen Werdegangs oder bereits um eine Führungsposition handelt, ein professionelles LinkedIn-Profil hat viel Aussagekraft.

Tags: LINKEDIN TIPPS

Wie Sie beim Vorstellungsgespräch im Bank- und Finanzsektor punkten

17 Jul 2019

Sie sind motiviert und qualifiziert für eine Stelle im Bank- und Finanzsektor - davon müssen Sie nur noch Ihren zukünftigen Arbeitgeber überzeugen. Jobs im Bank- und Finanzbereich erfordern besonderes Know-How.

Huxley Starterguide: 5 Tipps für Ihre Probezeit im neuen Job

10 Jul 2019

Der Start und die Probezeit in einem neuen Unternehmen sind oft eine Herausforderung. Sie müssen möglichst schnell die Arbeitsabläufe verstehen, Ihre neuen Kollegen kennenlernen und sich auf Ihre anstehenden Projekte vorbereiten.