Herausforderungen für Unternehmen während der Corona-Pandemie: 5 Handlungsempfehlungen

Die Corona-Krise stellt Gesellschaft und Unternehmen vor noch nie dagewesene Herausforderungen. Durch die sich schnell ändernden Bedürfnisse der Kunden verändern sich gleichzeitig auch die Rahmenbedingungen der Unternehmen. Dabei wird Flexibilität belohnt, denn wer schnell reagiert, kann im besten Fall gestärkt aus der Krise hervorgehen. 

Herausforderung oder Vorteil?

Während die meisten Betriebe in Zeiten von Corona mit Einbußen zu kämpfen haben, erleben einige hingegen einen Aufschwung. Von Kommunikationsfirmen über Pharmakonzerne bis hin zu IT-Dienstleistern - viele Fachkräfte, insbesondere in den MINT-Sektoren, sind derzeit gefragter denn je. Dennoch haben Unternehmen auch im MINT-Bereich mit großen Herausforderungen zu kämpfen. So beispielsweise die Baubranche: Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus kommt es zu Lieferengpässen, Mitarbeiter aus dem Ausland können teilweise nicht einreisen und die Arbeiter auf den Baustellen müssen geschützt werden. 

Zudem werden beinahe alle Unternehmen vor die Notwendigkeit plötzlicher Remote-Arbeit gestellt. Für manche Organisationen funktionieren schlichtweg die bisherigen Geschäftsmodelle in der Krise nicht mehr und neben Problemen in der Lieferkette bis zum Einbruch der Nachfrage kämpfen viele Betriebe auch direkt gegen das Virus. Schon einige wenige Kommunikations-Tipps helfen Ihnen dabei, in der aktuellen Situation vorbereitet zu sein, z.B. 

  • Der Aufbau einer internen Taskforce
  • Die Aufgaben-Priorisierung nach Dringlichkeiten
  • Die Erstellung von Backup-Prozessen für unerwartete Situationen
  • Eine Kommunikationsstrategie für Zielgruppen
  • Offene Kommunikation mit Mitarbeitern
  • Regelmäßiges Einholen von Feedback 

Befindet sich das Unternehmen bereits in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, können die folgenden Maßnahmen unterstützend wirken:

Liquidität: Prüfen Sie Ihre finanzielle Situation vollständig und ehrlich. Streichen Sie alle nicht notwendigen Ausgaben und Investitionen. Verhandeln Sie mit Lieferanten über längere Zahlungsziele.

Kredite: Organisieren Sie notwendige Kredite, um den Unternehmensfortbestand zu sichern. Die Liquiditätshilfen des Bundes sollten schnell in Anspruch genommen werden. 

Kundenmanagement: Gehen Sie aktiv auf Ihre Kunden zu und suchen Sie gemeinsam mit ihnen nach bestmöglichen Lösungen in der Krisensituation. Dazu kann zum Beispiel gehören, Auftragsgrößen, Liefertermine und Konditionen nachzuverhandeln.

Kapazitäten: Analysieren Sie kritisch, ob und in welchem Umfang Sie Kapazitäten herunterfahren können. Überlegenswert: Schichten reduzieren oder Zwei- bis Dreitagewochen vorübergehend einführen.

Lieferketten: Prüfen Sie Ihre Lieferketten und suchen Sie jetzt gezielt nach Alternativen

Chancen in der Krise

Viele Unternehmen ergänzen während der Corona-Pandemie ihr Geschäftsmodell um digitale Dienstleistungen und nutzen Online-Marketing-Aktivitäten. Auch viele konventionelle Branchen, wie die Automobilindustrie, setzen verstärkt auf dieses Instrument, um bestehende Kunden erneut anzusprechen beziehungsweise neue Kundendaten zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund sollte man das eigene Unternehmen jetzt auf den Prüfstand stellen. Orientieren Sie sich dabei an zwei zentralen Fragen:

  • Welche strategischen Chancen ergeben sich durch die Krise, um heute mögliche Weichen für morgen neu zu stellen?
  • Welche operativen Chancen ergeben sich jetzt, um langfristig Marktanteile zu gewinnen oder zu halten?

Springen Sie nach Möglichkeit vom “Was kann man alles zurückfahren”-Modus schnellstmöglich in den “Wie kann man heute strategisch und operativ die Weichen für die Zukunft”-Modus.

5 übergreifende Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Im Folgenden haben wir für Sie fünf Handlungsempfehlungen zusammengestellt, die Sie in der aktuellen Situation beherzigen sollten.

1. Geschäftsbetrieb sichern

Den laufenden Geschäftsbetrieb zu sichern gehört zu den ersten Schritten eines jeden Unternehmens, das von der Krise betroffen ist. Dabei kann die aktuelle Situation auch eine Chance sein, das eigene Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. Bevor Sie jedoch ein Maßnahmenpaket erarbeiten, sollten Sie zunächst klar definieren, welche Bereiche im Unternehmen von den aktuellen Veränderungen am stärksten betroffen sind. 

2. Sicherheit der Mitarbeiter und Datenschutz 

Trotz der Herausforderungen wie Homeoffice und neuen Systemen gilt es dennoch, die hohen Standards für Datenschutz und Datensicherheit aufrechtzuhalten, um die Daten von Mitarbeitern, Kunden oder Lieferanten zu schützen. Insbesondere bei Kundeninformationen und personenbezogenen Daten ist der Schutz der Daten unabdingbar, da bei einem Verstoß hohe Strafen und Geldbußen für Arbeitgeber drohen. Doch auch die Unternehmensdaten unterliegen Richtlinien, die im Homeoffice unbedingt eingehalten werden müssen.

3. Remote Technologien dauerhaft etablieren

Zahlreiche Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter zum ersten Mal ins Homeoffice. Die Folge kann zumeist eine plötzlich steigende Anzahl von externen Zugriffen auf die firmeneigenen IT-Systeme sein. Damit die Geschäftsabläufe und die Zusammenarbeit der Mitarbeiter untereinander gewährleistet ist, braucht es daher die richtige IT-Infrastruktur.

Wichtig dabei ist, dass die Technologien stabil und skalierbar sind. Zudem sollten die Mitarbeiter schnellstmöglich in der Lage sein, die neuen Tools und Systeme zu verstehen und anzuwenden. Trainings und Schulungen lassen sich mit passenden Plattformen für Videokonferenzen, E-Learning und Remote Engagement digital abbilden.

4. Innovationen vorantreiben

Die Corona-Krise ändert nicht nur den Geschäftsalltag vieler Unternehmen, sondern auch den ihrer Kunden. Der Markt benötigt neue Lösungen: Gerade in Situationen wie dieser gilt es, schnell zu reagieren und mit Innovationskraft die Stärken des Unternehmens auszubauen, neue digitale Plattformen, Produkte oder Services zu entwickeln oder durch weitere Ideen neue Geschäftsfelder für alternative Ertragsströme zu erschließen.

5. Inneren Wandel und Transformation stärken

Die Krise ist für viele Unternehmen zugleich ein geeigneter Zeitpunkt, die eigene Organisation nachhaltig für Remote Work und Remote Collaboration fit zu machen. Das Ziel: neue Prozesse, agile Methoden und eine Kultur, die die agile Arbeitsweise trägt. 

Dafür braucht es Leitplanken für das virtuelle Arbeiten, die den Mitarbeitern Orientierung geben, aber gleichzeitig nicht zu eng geschnürt sein sollten, da sonst keine Kreativität entstehen kann. Darüber hinaus können Mitarbeiter bei der Transformation als Botschafter innerhalb des Unternehmens fungieren und den Wandel in die Organisation tragen. 

Sie möchten sich zu dem Thema genauer austauschen? Huxley berät Sie gerne ganz individuell und hilft Ihnen dabei, Ihre unternehmerischen Ziele auch in der aktuellen Situation zu erreichen. Treten Sie gerne über unsere Kontaktseite mit uns in Verbindung.

Richtlinien & Datenschutz im Homeoffice: Wie der sichere Umgang mit Unternehmens- und Kundendaten gelingt

09 Apr 2020

Der Schutz von Unternehmens- und Kundendaten ist stets ein hochaktuelles Thema. Jeder, der aus dem Homeoffice heraus arbeitet, muss jedoch noch einmal etwas genauer hinsehen.

Ein Ausblick auf die neue alte Arbeitswelt 

13 Mai 2020

Technisch möglich sind die Digitalisierung und Visualisierung von Arbeitsabläufen und Terminen schon viele Jahre. Bei Ausbruch der Corona-Pandemie standen nun viele Unternehmen vor der Herausforderung, großflächig auf Homeoffice umzurüsten.

Drei Fintech-Trends, die Arbeitsplätze langfristig verändern

02 Sep 2020

Der Begriff Fintech setzt sich aus den Wörtern „Finanzdienstleistung“ und „Technologie“ zusammen und bezeichnet den Sektor, in dem diese beiden Bereiche zusammentreffen.

Flexibilität auf ganzer Linie: Wie Ihr Unternehmen im Recruiting profitieren kann

27 Mai 2020

Einsetzen der Business Continuity-Pläne, verschobene Projekte, veränderte Auftragslage: das Wort der Stunde ist Flexibilität.