Innovationen und Maßnahmen von MINT-Unternehmen im Kampf gegen Corona

So angespannt und kritisch die Lage durch die Coronavirus-Pandemie sein mag, so kreativ und einfallsreich werden die Entwickler und Erfinder dieser Welt um das Virus zu bekämpfen. Auch große deutsche Unternehmen wie Bosch, Mercedes Benz oder das Zentrum für Luft- und Raumfahrt rüsten ihre Produktionen um und widmen sich dem Kampf gegen Corona. Wir haben Ihnen einen Überblick der neuesten Innovationen und Maßnahmen der verschiedenen Branchen zusammengestellt.

Maßnahmen der Industrie

Große Biotechnologie-Unternehmen wie beispielsweise Bayer, Roche und Johnson & Johnson haben spezielle Task-Forces zur Bekämpfung des Coronavirus eingerichtet. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei bei jedem Unternehmen, entweder auf der Entwicklung einer geeigneten Therapie, der Medikamentenentwicklung oder Impfstoffforschung. So oder so, die geballte Kraft der Wissenschaft arbeitet gemeinsam an einer schnellen Lösung zur Eindämmung der Pandemie. 

Doch Unterstützung kommt nicht nur von Pharma- und Biotechnologie-Riesen, auch branchenfremde Industrien rüsten um. Mercedes Benz stellt 3D-Drucker bereit, um Medizinprodukte-Hersteller mit wichtigen Bauteilen für beispielsweise Atemgeräte zu beliefern. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) rüstet ebenfalls die eigenen 3D-Drucker um, um Ventile für Beatmungsgeräte und Schutzmaskenteile zu produzieren.

Bosch entwickelte einen Covid-19-Schnelltest, welcher binnen zwei Stunden verlässliche Ergebnisse liefern soll. Dies ist nur ein kleiner Auszug an branchenfremden Unternehmen, doch eines wird klar: Die Industrie reagiert auf die Krise und hält den Geschäftsbetrieb am Laufen.

Künstliche Intelligenz (KI)

Alle Bereiche der Medizin werden von künstlicher Intelligenz beeinflusst. Die Querschnittstechnologie, mit Bilddaten, Textdaten und Biodaten ist für alle Bereiche von großer Bedeutung. So ist die Technologie auch im Kampf gegen das Coronavirus im Einsatz.

Künstliche Intelligenz und Genetik ermöglichen es, die Verbreitung von Viren leichter, schneller und kostengünstiger nachzuvollziehen. KI fungiert unter anderem als Frühwarnsystem für Epidemien, so hat das kanadische Unternehmen BlueDot beispielsweise die Gefahr einer möglichen Pandemie bereits Ende 2019 erkannt und der WHO gemeldet. 

Ein deutlicher Fortschritt durch KI konnte ebenfalls beim Analyseverfahren der Gensequenzierung zur Entschlüsselung der Erbinformation (Genom-Sequenz) verzeichnet werden. 2003 brauchten Forscher mehrere Monate um die Informationen des SARS Virus zu entschlüsseln. Aktuell gelang dies innerhalb nur eines Monats. Dieses Verfahren ist der Schlüssel, um im nächsten Schritt nach geeigneten Wirkstoffkandidaten im Rahmen der Medikamentenentwicklung zu forschen. 

Und auch an dieser Stelle kommt KI zum Einsatz. Insilico Medicine identifizierte mit seinem KI-System innerhalb von nur vier Tagen Tausende Moleküle für potenzielle Medikamente. Dieses Wissen wurde Forschern weltweit, kostenlos auf einer Plattform zur Verfügung gestellt und zeigt den Zusammenhalt bei der Bekämpfung der Pandemie. 

KI kann folgend auf drei Wegen eingesetzt werden:

  • Schnelle Entwicklung von Antikörpern und Impfstoffen gegen das Covid-19-Virus 
  • Vorhandenen Medikamente auf ihre Eignung prüfen
  • Entwicklung eines Medikaments zur Bekämpfung des gegenwärtigen Virus als auch zukünftiger Corona Viren

Software und Apps

Eine neue Herangehensweise stellte auch das Robert-Koch-Institut (RKI) vor. Über den Einsatz von Fitness-Armbändern und Smartwatches sollen künftig Gesundheitsdaten wie Vitaldaten, Ruhepuls oder auch Schlafenszeiten analysiert werden. Diese werden in einer App erfasst und dem RKI übermittelt. Die Gesundheitsdaten ändern sich bei einer Covid-19-Erkrankung. 

Man möchte so mehr über die Ausbreitung des Coronavirus erfahren und eventuelle Infektionen frühzeitig erkennen. Die App unter dem Namen „Corona-Datenspende“ ist ab sofort verfügbar, die Nutzung dieser App ist freiwillig und anonymisiert. Laut RKI-Präsident Lothar Wieler möchte man durch die App zudem mehr über die Wirksamkeit der bisher getroffenen Maßnahmen, wie der Kontaktsperre und Ausgangsbeschränkung sowie den Infektionsschwerpunkten, erfahren.

Gadgets

Ein weitaus simpleres aber dennoch effektives Hilfsmittel entwickelte der Designer Steve Brooks. Sein „Hygienehook“ ermöglicht das Türöffnen ohne den Einsatz der eigenen Hände. Der Türöffner ist klein und passt in jede Hand- oder Jackentasche. Auf Türgriffen sammeln sich große Mengen von Bakterien und Viren, gerade in beispielsweise Krankenhäusern kann man so schnell in Kontakt mit Erregern kommen. Durch Umgehen des Haut-Oberflächen-Kontakts kann man so eine einfache präventive Maßnahme treffen.

Im Kontext des Coronavirus predigen Hygiene-Experten weltweit: Regelmäßig Händewaschen, Abstand halten und nicht mit den Fingern in das Gesicht fassen. Letzteres haben sich die zwei Brüder Joseph and Matthew Toles zu Eigen gemacht und entwickelten ein Armband, das ein Signal abgibt, sobald sich die Hand dem Gesicht nähert.

Mit den richtigen Fachkräften einen Schritt voraus

Die Pandemie aber vor allem der wissenschaftliche Fortschritt und die neuen Entwicklungen in vielen Unternehmen zeigen, wie wichtig die Arbeit der MINT-Fachbereiche ist. Auch die Bank- und Finanzbranche sucht nach eben solchen Talenten, um weiter innovative Lösungen zu entwickeln.

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