Stellenangebote im Bank- und Finanzwesen - was steckt hinter der Jobbezeichnung?

Jobangebote im Bankwesen zeigen, wie sich die Finanzwelt in den letzten Jahren verändert hat. Von der „Bankkauffrau“ oder dem „Bankberater“ ist dort wenig zu lesen. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Jobbezeichnungen Stellenangebote im Bankwesen arbeiten und welche Erwartungen Arbeitgeber an Bewerber stellen könnten. 

Auf diese zentralen Bereiche entfallen Stellen im Bank- und Finanzwesen

Abhängig vom jeweiligen Geldinstitut und den Geschäftsfeldern der Bank werden Sie mit Privat- oder Geschäftskunden arbeiten. Die jeweiligen Bereiche wiederum gliedern sich in typische Abteilungen wie Anlageberatung, Immobilienbanking, Mahnwesen, Investment Banking, Vermögensverwaltung oder Kreditgeschäft. Viele Fintechs, aber auch traditionelle Bankhäuser haben außerdem eigene Abteilungen für das Online-Geschäft. Manche Direktbank hat z.B. überhaupt kein eigenes Filialnetz mehr und schließt Bankgeschäfte überwiegend fernmündlich ab. Innerhalb dieses großen Aufgabenspektrums ist viel Platz für herausfordernde Stellen im Finanz- und Bankwesen, die wir Ihnen hier vorstellen. 

9 typische Positionen im Finanz- und Bankwesen, typische Stellenbezeichnungen - ein Überblick

Vom Accountant bis zum Vertriebscontroller reicht die Bandbreite an Jobs im Bank- und Finanzwesen. Für eine Karriere in einer Bank müssen Sie nicht zwingend einen Hochschulabschluss vorweisen. So kann eine Weiterbildung zum Bankfachwirt oder zum Bankbetriebswirt neue Türen öffnen. Ein Vorteil: Die Weiterbildungen lassen sich berufsbegleitend abschließen und Sie haben die Chance auf neue Verantwortungsbereiche im Kreditinstitut. Dadurch steigt nicht nur Ihr Gehalt, sondern Sie können sich mit wachsender Erfahrung auf neue Stellenausschreibungen im Bank- und Finanzsektor bewerben. 

Hier kommen 9 häufige Jobbezeichnungen in Stellenanzeigen für das Bank- und Finanzwesen. 

1. Accountant

Als Accountant übernehmen Sie die klassischen Arbeiten eines Buchhalters in einer Bank, einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder im Rechnungswesen eines Unternehmens. Abhängig von der Größe des Arbeitgebers arbeiten Sie in der Kreditoren- oder Debitorenbuchhaltung und sind für die Finanzen verantwortlich. In einem kleinen Unternehmen sind diese Abteilungen zusammengefasst. Accountants dokumentieren Vermögenswerte, erfassen Gewinne und Verluste und sind für Mahnwesen und Rechnungswesen zuständig. Darüber hinaus sind Accountants auch beratend für Controlling, Marketing und Management tätig. 

Mit größerer Personal- und Budgetverantwortung hat der Accountant die Möglichkeit zum Specialist Accounting & Taxes zu werden. 

Erforderliche Softskills: Gewissenhaftigkeit, Kenntnisse in Buchhaltungssoftware, Affinität zu Zahlen und Mathematik

Ausbildung: Meist werden ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Rechnungswesen vorausgesetzt sowie mehrere Jahre Berufserfahrung vorausgesetzt. 

2. Relationship Manager

Relationship Manager in Banken werden häufig im Privatkundengeschäft eingesetzt. Sie sind für die Pflege und den Ausbau von Kundenbeziehungen verantwortlich. Für Kunden erarbeiten Sie Finanzpläne und zeigen Lösungen für Vermögen sowie Altersvorsorge auf. 

Erforderliche Softskills: Hohe Empathiefähigkeit, hohes Maß an Fachwissen, Fähigkeit, komplexe Sachverhalte einfach zu erklären, lösungsorientiertes Denken, konzeptionelles Denken

Ausbildung: BWL-Studium oder Ausbildung zur/zum Bankkauffrau/Bankkaufmann + Berufserfahrung

3. Anlageberater

Anlageberater werden sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft eingesetzt. Sie sollten Kunden dabei unterstützen, die passende Anlageform für Investitionen und den Vermögensaufbau zu finden. Anlageberatung kann sich auf Wertpapiere ebenso wie auf Immobilien oder andere Anlageformen beziehen. Der Anlageberater nutzt dabei sein eigenes Knowhow und seine Erfahrung, um dem Kunden individuelle Lösungen zu bieten, die über die allgemein von einer Bank angebotenen Anlageprodukte hinausgehen. 

Erforderliche Softskills: profundes Fachwissen im Bereich Geldanlage, Empathiefähigkeit, hohes Maß an Zahlenverständnis, hohes Verantwortungsbewusstsein, konzeptionelles Denken und perspektivisches Denken

Ausbildung: BWL-Studium, mehrere Jahre Berufserfahrung z.B. als Wertpapieranalyst oder Wealth Manager

4. Firmenkundenbetreuer /Corporate Account Manager 

Firmenkundenbetreuer sind ausschließlich für Geschäftskunden einer Bank verantwortlich. Je nach Berufserfahrung und Verantwortungslevel betreuen sie kleine und mittelständische Betriebe oder auch Konzerne in den Bereichen Kreditgeschäft, Anlageberatung oder Investment Banking. Betreuer von Firmenkunden sind meist auf die jeweiligen Geschäftsfelder der Kunden spezialisiert. So können sie ihre Beratungsleistung optimal auf den Geschäftskunden und seine Bedürfnisse ausrichten sowie Chancen und Risiken sinnvoll beurteilen.

Erforderliche Softskills: großes Verantwortungsbewusstsein, Weitsicht, Selbstbewusstsein, Einfühlungsvermögen

Ausbildung: BWL-Studium, Ausbildung als Bankkauffrau/-mann, mehrjährige Erfahrung im Geschäftskundenbereich als Key Account Manager

5. Fondsmanager

Als Fondsmanager sind Sie verantwortlich für den Handel mit Wertpapieren. Hierzu gehören Aktien ebenso wie Derivate oder Zertifikate, Rohstoffe oder Anleihen. Durch ein aktives Fondsmanagement versuchen Sie, für Ihre Kunden oder Ihr Unternehmen das gewünschte Anlageziel zu erreichen. Das sind in der Regel höchstmögliche Kursgewinne bzw. Kapitalerträge.

Erforderliche Softskills: Gespür für Märkte und Marktentwicklungen, vorausschauendes Denken, Risikobereitschaft und Verantwortungsbewusstsein

Ausbildung: BWL-Studium, mehrere Jahre Berufserfahrung in der Anlageberatung

6. Kreditmanager / Credit Analyst

Credit Analyst oder Kreditmanager sind verantwortlich für die Kreditvergabe an Privat- oder Geschäftskunden. Dabei wird der Bedarf sowie die Kreditwürdigkeit des Kunden berücksichtigt. So stellen Kreditmanager sicher, dass Kunden ihre Verbindlichkeiten fristgemäß zurückzahlen können. Zu den Aufgaben zählen des Credit Analyst zählen neben der Berechnung von Kreditrahmen auch das Erstellen von Ratings und die Festlegung von Kreditkonditionen. 

Mit steigender Berufserfahrung erhalten Kreditmanager die Eigenverantwortung für höhere Kreditsummen. 

Erforderliche Softskills: hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Gewissenhaftigkeit, analytische Fähigkeiten

Ausbildung: Erfolgreiche Ausbildung als Bankkauffrau/-mann, BWL-Studium

7. Wealth Manager

Als Vermögensverwalter sind Wealth Manager für die Betreuung von Privatkunden verantwortlich. Sie strukturieren Anlageportfolios von Kunden und helfen ihnen dabei, ihr Vermögen zu sichern und zu steigern. 

Erforderliche Softskills: Empathiefähigkeit, vorausschauendes Denken, Verantwortungsbewusstsein, 

Ausbildung: klassische Bankausbildung + viele Jahre Erfahrung als Anlageberater oder Vermögensberater

8. Wertpapieranalyst

Wertpapieranalysten sind im Investment-Bereich einer Bank oder eines Unternehmens aktiv. Sie bewerten die Entwicklung von Aktien und anderen Wertpapieren. Auf der Basis ihrer Prognosen entscheiden institutionelle Geldgeber, Geschäftskunden oder Banken und Versicherungen, in welche Wertpapiere sie investieren.

Erforderliche Softskills: hohe Affinität zu Zahlen, Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit, analytisches Denken

Ausbildung: Berufserfahrung in der Anlageberatung, IT-Kenntnisse, Studium der Mathematik, BWL, Wirtschaftsinformatik, Informatik oder einer Naturwissenschaft

9. Head of Finance 

Der Head of Finance ist eine Führungskraft im Bereich Finance and Accounting und ist für das strategische Controlling sowie das Rechnungswesen eines Unternehmens oder einer Bank verantwortlich. Zu den Aufgaben des Head of Finance gehört außerdem, das Budget für Unternehmensbereiche festzulegen und zu planen.

Erforderliche Softskills: Führungsqualitäten, Verantwortungsbewusstsein, vorausschauendes und analytisches Denken, Verständnis für komplexe Zusammenhänge

Ausbildung: BWL-Studium, Berufserfahrung als Financial Controller


Diese Softskills sollten Sie immer mitbringen, wenn Sie sich auf einen Job im Finanzwesen bewerben

Unabhängig von Ihrer Ausbildung (universitär oder nicht) sollten Sie vor allem die Bereitschaft mitbringen, dazulernen zu wollen. Denn gerade im Bank- und Finanzwesen spielt die Fähigkeit, über den Tellerrand zu schauen, eine wichtige Rolle. Wer außerdem dazu bereit ist, sich mit Weiterbildungen und Seminaren neues Knowhow oder auch Softskills anzueignen, hat gute Aufstiegschancen. Grundsätzlich wird Leistungsbereitschaft bei Stellen im Finanz- und Bankwesen honoriert. Es versteht sich von selbst, dass Sie im Umgang mit Geschäfts- oder Privatkunden über ein gewisses Maß an kommunikativen Fähigkeiten verfügen sollten. Gleiches gilt für analytisches Denken sowie ein Bezug zu Zahlen. Diese Softskills sind Grundvoraussetzungen zur Arbeit in Banken oder im Rechnungswesen. 


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