Wie Unternehmen von neu gewonnenen Kapazitäten und Kompetenzen profitieren können

Ein Virus hat die Arbeitsweit seit März 2020 in Deutschland und auf der ganzen Welt auf den Kopf gestellt. Gewissheiten wurden zur Unsicherheit, etablierte Geschäftsmodelle generierten keinen Umsatz mehr und Arbeitnehmer mussten plötzlich im Homeoffice arbeiten. Viele Unternehmen haben die Lockdown-Maßnahmen hart getroffen. 

Doch es gibt trotz aller negativen Meldungen auch viele positive Entwicklungen, die Unternehmen als Chance ergreifen können.

Vom Lockdown in den digitalen Vertrieb

Ob stationärer Händler, Caterer oder Zulieferer, die Einschränkungen der Corona-Krise haben die Vertriebswege sämtlicher Branchen beeinträchtigt. Einzig die Online-only-Anbieter konnten in der Zeit des Lockdowns ihre Marktanteile ausbauen. Viele Unternehmen haben sich diese Entwicklung zu Nutze gemacht und ihren Vertrieb ins Digitale übertragen. 

Kurzfristig eingerichtete Online-Shops, Lieferservices oder digitale Angebote wie Webinare, Schulungen und Kurse haben Unternehmen wertvolle Erfahrungswerte gegeben, die nun für den Ausbau dieser Vertriebskanäle genutzt werden können. Diese Vertriebswege sorgen in Zukunft für eine zusätzliche Absicherung und Ergänzung der bisherigen Vertriebsstrukturen. 

Der notwendige Startschuss für die digitale Transformation

Deutschland gilt als Land der unternehmerischen "Digitalisierungsmuffel". Doch es war und ist die Corona-Krise, die in Unternehmen die Bereitschaft zum digitalen Wandel aus dem Dornröschenschlaf geweckt hat. Unternehmen aus dem ganzen Land haben die Notwendigkeit zur digitalen Transformation erkannt und verstärkt mit der Umsetzung der eigenen digitalen Agenda begonnen. 

Die Corona-Krise kann deshalb als wichtiger Motor für den digitalen Wandel gesehen werden. Die frisch gewonnenen Kompetenzen beim Umgang mit Digitalthemen können nun voll und ganz in das Change Management gesteckt werden. 

Die Chance auf zufriedenere Mitarbeiter im Homeoffice 

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Beschäftigte auch nach der Corona-Krise weiterhin gerne im Homeoffice arbeiten wollen. Was als „Zwang“ zum Homeoffice in der Krise begann, kann für viele Unternehmen zu einem positiven Wandel der eigenen Arbeits- und Unternehmenskultur führen. Dank der neuen Flexibilität bei der Gestaltung der eigenen Arbeitszeit haben Arbeitnehmer im Homeoffice die Möglichkeit, ihren eigenen Arbeitsrhythmus zu finden. 

Diese neu erworbenen Kompetenzen bei der Remote-Arbeit bieten wiederum Unternehmen viele Vorteile. So können sie Homeoffice als Wettbewerbsvorteil beim Recruiting hervorheben. Durch die freie Wahl des Arbeitsplatzes erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter*Innen zufriedener mit ihrer Arbeitsstelle sind, die Fluktuation sinkt, der Krankenstand verringert wird und die Produktivität steigt. 

Kurz: Die durch Corona bedingte Umstellung der Arbeitszeitmodelle auf Homeoffice und die dadurch erworbenen Kompetenzen können auch nach der Krise genutzt werden. Auf diese Weise lässt sich die Zufriedenheit der Arbeitnehmer und somit auch die Produktivität steigern.

Mehr Zeit für konstruktive Arbeit an der Zukunft des Unternehmensmodells

Wenn Unternehmen zu einer Einschränkung des bisherigen Betriebs gezwungen sind, bleibt viel Zeit übrig. Diese frei gewordenen Kapazitäten lassen sich produktiv nutzen. Viele Unternehmen haben die Gelegenheit ergriffen, um z.B. notwendige Arbeiten an der IT-Infrastruktur durchzuführen oder sogar gleich ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln. KMUs haben z.B. digitale Vertriebswege erschlossen und dafür die Zeit investiert, die bisher für das Tagesgeschäft erforderlich war. Die Pause durch Lockdown und die Beschränkungen durch Hygienemaßnahmen bedeutete demnach nicht zwangsläufig Stillstand, sondern Transformation. 

Der Wandel bezieht sich u.a. auf das Recruiting. Wo bisher Vorstellungsgespräche vor Ort geführt wurden, werden heute potenzielle Arbeitnehmer mit Hilfe von Video-Vorstellungsgesprächen interviewt. Die in diesem Bereich gewonnenen Kompetenzen werden die meisten Unternehmen auch nach Corona fortführen. Hilft der Online-Recruitingprozess doch dabei, viel Zeit und Kosten einzusparen und Einstellungsverfahren effektiv zu beschleunigen. Der Wandel bei Einstellungen betrifft auch den Umgang mit Freelancern. Viele Unternehmen haben in den wenigen Wochen der Corona-Krise gelernt, Freelancer zu managen, die Zusammenarbeit mit Selbständigen zu optimieren und die Vorteile daraus zu ziehen. 

Fazit: Krisen bedeuten immer auch Chancen

Oft zitiert, verliert die „Chance in der Krise“ auch in Corona-Zeiten nicht an Gültigkeit. Denn gerade jetzt zeigt sich, wie Unternehmen schwierige Situationen mit Flexibilität und Innovation angehen können und wie die dadurch erworbenen Skills nachhaltig wirken.

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