Bewerben aus der Festanstellung – 6 praktische Tipps

Wer angestellt ist und neue berufliche Perspektiven wahrnehmen möchte, sollte einige wichtige Aspekte beachten. So klappt es dann mit der Bewerbung aus der Festanstellung und dem reibungslosen Wechsel in den neuen Job. Hier finden Sie sechs praktische Tipps zum Jobwechsel aus der Festanstellung.

Warum ist eine Bewerbung aus dem festen Job so knifflig?

Die Bewerbung aus einer Festanstellung heraus ist immer ein wenig delikat. Denn einerseits lockt der neue Job mit neuen Perspektiven und Herausforderungen, vielleicht auch mit einem deutlich besseren Gehalt und mehr Verantwortung. Zum anderen sollte der bisherige Arbeitgeber nicht zu früh mit den Wechselwünschen konfrontiert werden. Kommt es nämlich nicht zu einer Einigung mit dem neuen Arbeitgeber, könnten Sie in der Folge in Ihrem bisherigen Job Nachteile haben, weil Ihnen misstraut wird.

1. Überprüfen Sie Ihre Bedürfnisse

Es spricht nichts dagegen, auch in einer Festanstellung regelmäßig Jobangebote zu studieren oder mit einem Personalberater in Kontakt zu bleiben. Schließlich sind Sie nicht für ewig an einen Arbeitgeber gebunden. Allerdings sollten Sie sich bei einer Bewerbung auf einen neuen Job sicher sein. Prüfen Sie deshalb genau, ob die neue Stelle wirklich eine Verbesserung darstellt oder Sie lediglich den Arbeitsort wechseln.

Machen Sie ein kurzen Zufriedenheitscheck:

  • Bin ich in meiner jetzigen Position glücklich und macht mir die Arbeit Spaß?
  • Gehe ich gerne zur Arbeit?
  • Bin ich zufrieden mit meiner Entlohnung?
  • Gefällt mir das Arbeitsklima?
  • Sehe ich berufliche Perspektiven und wünsche ich diese überhaupt?
  • Gibt es Aufstiegschancen und lege ich darauf überhaupt Wert?

Geht es Ihnen vor allem um eine Beförderung, kann ein Gespräch mit Ihren Vorgesetzten ein erster wichtiger Schritt sein, bevor Sie sich auf einen anderen Job bewerben.


2. Überprüfen Sie den neuen Job und die Gründe dafür

Wer sich aus einer sicheren Festanstellung heraus bewirbt, sollte sich über die Gründe für einen Wechsel im Klaren sein. Folgende Gründe können für einen Wechsel sprechen:

  • Ich kann mich beruflich und persönlich weiterentwickeln.
  • Ich kann mehr verdienen.
  • Ich kann die neue Stelle besser mit meiner Familie vereinbaren.
  • Ich profitiere von mehr Abwechslung und höherer Gestaltungsfreiheit.
  • Ich kann in eine andere Branche wechseln.
  • Ich muss ohnehin den Wohnort wechseln.
  • Meine Partnerin oder mein Partner wechselt bereits in eine andere Stadt/Region.

 

3. Wahren Sie Diskretion

Es wäre ungünstig, wenn Ihr aktueller Arbeitgeber von Ihrer Bewerbung erfährt. Posten Sie Ihre Wechselwünsche z.B. nicht öffentlich in sozialen Netzwerken. Verwenden Sie für den Kontakt mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber vor allem Ihre private E-Mail-Adresse sowie Ihren privaten Telefonanschluss.

Sollte es mit der Diskretion nicht funktionieren und Ihr Arbeitgeber von Ihrer Bewerbung erfahren, lohnt sich Offenheit. Sprechen Sie am besten persönlich über Ihre Bedürfnisse und die Gründe für die Bewerbung. Oftmals zeigen Arbeitgeber Verständnis dafür und Sie können dann gemeinsam eine Lösung entwickeln. Vielleicht macht Ihr Arbeitgeber sogar selbst ein Gegenangebot, damit Sie bleiben.

Sie sollten übrigens auch bei Ihrem potenziellen neuen Job um Diskretion bitten. Das ist mit einem sogenannten „Sperrvermerk“ im Anschreiben möglich. Dort sollten Sie darauf verweisen, dass die Empfänger vertraulich mit Ihrer Bewerbung umgehen und Ihren aktuellen Arbeitgeber diesbezüglich nicht kontaktieren sollten.

4. Kümmern Sie sich frühzeitig um ein Zwischenzeugnis oder Arbeitszeugnis

Es ist empfehlenswert, sich bei einem Arbeitgeber regelmäßig ein Zwischenzeugnis oder Arbeitszeugnis einzuholen. So stellen Sie sicher, dass Sie sich jederzeit mit einem aktuellen Zeugnis auf einen neuen Job bewerben können, ohne zu großes Misstrauen zu wecken. Als guter Zeitpunkt, um nach einem Arbeitszeugnis zu bitten, ist nach den regelmäßig stattfindenden Mitarbeitergesprächen.

Natürlich können Sie sich auch ohne Zwischenzeugnis bewerben. Sollt es angefordert werden müssten Sie dann aber genau begründen, warum Sie ein solches Zeugnis nicht liefern können.

5. Berücksichtigen Sie geltende Kündigungsfristen

Auch wenn Sie zu neuen beruflichen Ufern aufbrechen, müssen Sie sich an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten. Informieren Sie sich am besten im Vorfeld, welche Fristen Sie bei einer ordentlichen Kündigung einhalten müssen.

6. Planen Sie den Jobwechsel erst, wenn Sie einen neuen Arbeitsvertrag haben

Damit der Wechsel aus der Festanstellung heraus auch sicher ist, sollten Sie erst kündigen und den Jobwechsel planen, wenn Sie einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben haben. So stellen Sie sicher, dass Sie nach Einhaltung von Kündigungsfrist und ggf. einer Sperrfrist zu Ihrem neuen Arbeitgeber wechseln können.

Es versteht sich von selbst, dass Sie vor einem Wechsel Ihre Nachfolger ordentlich einführen und alle offenen Arbeiten möglichst abschließen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Jobwechsel im gegenseitigen Einvernehmen und ohne Groll erfolgt. Vielleicht gibt es ja später wieder eine Möglichkeit, um in einer neuen Rolle zu Ihrem bisherigen Arbeitgeber zurückzukehren. Mit einem anständigen Wechsel halten Sie sich diese Tür offen.

 

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